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Frankreich im Jahr 2022. Das Land steht vor gewaltigen Umwälzungen. Bei den Präsidentschaftswahlen konkurrieren in der Stichwahl die Kandidaten des Front National und der Muslim-Bruderschaft. In den Städten brodelt der Volkszorn, die Konflikte werden mit aller Gewalt ausgetragen, das Land befindet sich am Rande eines Bürgerkriegs.

Der Literaturwissenschaftler François verfolgt die Geschehnisse eher am Rande. Wenn er aber zum Islam konvertiert, werden ihm neue Forschungsprojekte ermöglicht, sein Gehalt erhöht, alle Wünsche erfüllt. Er steht vor der Frage, ob das der Beginn eines neuen positiven Lebensabschnitts ist oder die Unterwerfung unter ein System, das seinen imaginierten Überzeugungen diametral entgegengesetzt ist.

Michel Houellebecq ist einer der am kontroversesten diskutierten Autoren unserer Zeit. Mit seinen Romanen „Ausweitung der Kampfzone“ und „Elementarteilchen“ wurde er weltweit berühmt. Sein satirischer Roman „Unterwerfung“, der am Tag des Mordanschlags auf die Mitarbeiter von „Charlie Hebdo“ erschien, ist an politischer Symbolkraft nicht zu überbieten. Der provokante Autor schafft damit den Spagat zwischen dem Beängstigenden und dem Vorstellbaren – und wird dabei mit rasenden Schritten von der Realität eingeholt.

Werk-Einführung im südlichen Wintergarten um 19 Uhr.

Karten für 15 bis 24 Euro, ermäßigt ab 7,50 Euro

Weitere Informationen:

Programmheft Lessingfestival 2018 (PDF, 5,8 MB)

www.lessingfestival.de, www.wf900.de